15 Tipps zum e-bike Fahren im Winter

Rennräder sind das perfekte Fortbewegungsmittel in urbanen Umgebungen. Egal ob es sich um ein konventionelles Rennrad handelt oder um eines der neuen e-Rennräder, sobald es Winter wird stellt sich immer häufiger die Frage, ob man das Rennrad nutzt oder eher nicht.
Wir geben ein paar Tipps für alle, die auch im Winter gern das Rennrad und das e-Bike nutzen möchten!

rennrad fahren im winter

Sollte ich im Winter Allwetterreifen oder Winterreifen an meinem Rennrad nutzen?

Normale Reifen für Rennräder und e-bike-Rennräder besitzen meist einen sehr großen Positiv-Anteil. Das bedeutet, dass der Reifen kein oder kaum Profil besitzt. Der Reifenhersteller hat beim Entwurf des Reifens besonders viel Wert darauf gelegt, dass der Reifen besonders viel Bodenkontakt bei der Fahrt entwickelt. Allwettertauglichkeit spielt bei diesen Überlegungen meist keine Rolle.
Im Winter stellen sich dementsprechend gänzlich andere Anforderungen an einen Rennradreifen. Aus diesem Grund gibt es sowohl für normale Rennräder als auch für e-Bikes ganz besondere Reifen für den Wintereinsatz. Diese Reifen zeichnen sich vorallem durch einen etwas erhöhten Negativ-Anteil aus und bieten deutlich besseren Grip bei nassen Bedingungen. Zusätzlich verfügen diese Reifen meist über eine bessere Pannenschutzeinlage als konventionelle Rennradreifen.
Wer Geld sparen möchte, und das Rennrad viel in Alltag nutzt, sollte über den Einsatz von Allwetterreifen nachdenken. Diese Reifen bieten einen guten Mix an Eigenschaften für die meisten Witterungen und sind schon in einem mittleren Preisbereich zu bekommen.
Diese Lösung bietet sich vorallem für all jene Rennrad-Fahrer, die sowieso noch ein zweites Paar Felgen herumliegen haben. Sommer-Trainingsreifen auf das beste Felgenpaar und die Allwetterreifen auf das günstigere Felgenpaar gezogen, bietet ein ausgesprochen hohes Maß an Flexibilität.

Felgen schnell und sicher wechseln

Jeder kennt die guten alten Schnellspanner Shimano und co. Das Problem: Wer sein Rennrad gern bei jedem Wetter im Alltag nutzt, läuft permanent Gefahr, dass jemand blitzschnell und quasi im Vorbeigehen eine oder beide Felgen vom Rennrad oder e-Bike stiehlt.
Gleichzeitig sind diese Schnellspanner aber unglaublich praktisch. Auch für die alltägliche Anwendung. Eine Lösung bieten sogenannte Sicherheits-Schnellspanner Systeme. Dabei handelt es sich um Schnellspanner, die nur mit einem besonderen Schlüssel, den man einfach am Schlüsselbund mit sich herumtragen kann. super praktisch und deutlich sicherer als die klassischen Schnellspanner.

Teure Rennradschuhe für den Winter?

Die meisten von uns haben sich irgendwann mal vergleichsweise teure Schuhe für das Rennrad gekauft. Für winterliche Temperaturen und feuchte Witterungen sind diese Schuhe meistens nicht wirklich geeignet. Es mangelt sowohl an einem guten Winterfutter, als auch an ausreichendem Schutz gegen das Eindringen von Wasser.
Natürlich gibt es von den verschiedensten Herstellern eine Vielzahl von Rennradschuhen für den Winter, aber diese sind in der Regel mindestens genauso teuer, wie die Modelle, die jeder von uns bereits für den Sommer nutzt.

Die Alternative: Neopren-Überschuhe

Neopren-Überschuhe für den Rennrad-Gebrauch haben den Vorteil, dass sie praktisch jeden Schuh auf einfachem und günstigem Wege in ein wetterfestes Modell verwandeln. So lassen sich auch normale Alltagsschuhe sinnvoll vor Wasser und Salz auf den Straßen schützen. Eine Lösung also, die auch für den Einsatz auf dem normalen e-Bike geeignet ist, und den Wintereinsatz von Elektro-Fahrrädern damit deutlich angenehmer macht.

Rennrad Winterbekleidung: Worauf achten?

Mit dem Winter kommen auch ganz besondere Ansprüche an Bekleidung, die man auf dem Rennrad oder auf dem e-Bike trägt:

  • Wasserdichtigkeit
  • Winddichtigkeit
  • Wärmeisolierung
  • Sichtbarkeit

1. Fahrradjacke für den Winter

Unsere erste Empfehlung für das Rennrad/e-Bike fahren im Winter ist eine gut geschnittene Jacke, die vorallem als Windstopper dient. Wichtig bei der Auswahl sind vorallem folgende Punkte: dünne Windstopper Jacken bieten die größte Flexibilität bei der Wahl der darunterliegenden Kleidung. Außerdem sollte man unbedingt darauf achten, dass die Passform der Jacke für die Arm-Position auf dem e-Bike oder Rennrad geeignet ist. Windstopper-Jacken zum laufen sind meist nicht sinnvoll für den Einsatz auf dem Rennrad gedacht.
Es lohnt sich die Augen auch bei den ortsansässigen Discountern offen zu haben. Aldi, Lidl und co haben häufig gute und sehr günstige Angebote für Fahrrad-Winterbekleidung, die allerdings schnell vergriffen ist.
Letzter und wichtigster Punkt: Achtet auf grelle Farben. gute Sichtbarkeit ist vorallem im Winter der wichtigste Sicherheitsfaktor für Fahrradbekleidung und rettet nicht selten Leben. Neon-Farben sind gut. Neon-Gelb am besten. Eingearbeitetes Reflektor-Gewebe absolute Spitze!

2. Fahrradhandschuhe für den Winter

Das Rennradfahren im Winter ohne entsprechende Handschuhe ist meist kaum auszuhalten. Bei der Wahl der richtigen Handschuhe für den Winter sind neben der richtigen Passform und möglichst grellen Farben bzw. Reflektoren besonder die folgenden Beiden Punkte zu beachten:

  • Windstopper-Eigenschaften bei gleichzeitiger Atmungsaktivität
  • Spezielles Material um auch mit Handschuhen das Smartphone bedienen zu können

3. Gesichtsmaske oder Schlauchschal

Ein Schutz gegen den scharfen Fahrtwind im Gesicht macht die Fahrt mit dem e-Bike im Winter deutlich angenehmer. Auch bei Rennradfahrern sieht man häufig, dass sie sich spezielle Schlauchschals vor das Gesicht ziehen, um sich beim Rennradfahren im Winter und generell bei kaltem Wetter gegen den Wind zu schützen.
Die Verbreitetsten Varianten sind:

    • Buff-Tücher mit dem Vorteil, dass sie auch ansonsten sehr vielseitig verwendbar sind. Günstige Schlauchschals findet man im Netz bereits für unter 5 Euro.
    • Neopren Gesichtsmasken, die einen ausgezeichneten Schutz gegen Wind und Regen bieten und dank ihrer Passform im Gegensatz zu Schlauchschals nicht dazu neigen von der Nase zu rutschen.

Rennrad und e-bike Pflege im Winter

ebike schmieren winterDer Winter stellt mit seinen Witterungen nicht nur besondere Ansprüche an Mensch, sondern auch an das Material. Und der Mensch erhöht diese Ansprüche an Rahmen und andere Bauteile nochmal. Aus diesem Grund lohnt es sich sehr im Winter besonders darauf zu achten, das Rennrad oder Elektrofahrrad in einem guten Zustand zu halten.
Unsere wichtigsten Tipps:

      • Bauteile schmieren
        Das beste Bollwerk gegen Rost und Schäden am Fahrrad ist eine gute Schmierung der beweglichen Bauteile. Dazu zählt vorallem die Kette, aber auch Kettenritzel und Gangschaltung sollte man nicht vernachlässigen. Bei Elektrofahrrädern ist es sinnvoll die Kontakte der Batterie sehr sparsam mit Polfett zu beschichten um eine Korrosion durch Salz und Wasser in diesem Bereich zu verhindern.
      • Salzkrusten entfernen
        Eines der absoluten Hauptproblem für e-Bikes und normale Fahrräder im Winter ist das Streusalz. Es verursacht eine stark beschleunigte Korrosion an besonders exponierten Bauteilen, wie beispielsweise den unteren Rahmenteilen. Deshalb gilt: alle paar Wochen mal mit einem feuchten Lappen das e-bike abwischen und damit das teure Material schonen.
      • Besondere Behandlung für e-Bike Akkus
        Besonders die Akkus von e-Bikes sind anfällig gegen Kälte. Aus diesem Grund widmen wir uns in einem extra Artikel dieser Thematik(hier).
      • Reifen
        Neben der Wahl der richtigen Reifen ist für eine gute Haftung auf der Straße vorallem auf das Alter der Reifen zu achten, da zu alte Reifen schnell hart und rissig werden. Wenn man bedenkt, dass es vorallem die Schnittstelle Reifen-Straße ist, die einem Fahrsicherheit bietet, so sollte man an diesem Punkt auf keinen Fall sparen!

Rennrad Rollentrainer als Trainingsalternative im Winter

Wer sich keine Rennradschuhe für den Winter anschaffen möchte, und auch keine Lust hat, sein Rennrad mit Winterreifen auszustatten, dem bietet ein Rennrad Rollentrainer möglicherweise die notwendige Alternative für das Rennrad Training im Winter.
Bei der Anschaffung eines Rollentrainers für das Rennrad sollte man allerdings auf ein paar wichtige Punkte besonders achten:

      • Größe beachten
        Rollentrainer sind in der Regel für eine gewissen Spannweite an Fahrrad-Größen ausgelegt. Deshalb bitte vor dem Kauf unbedingt darauf achten, dass das eigene Rad auch in den Rollentrainer passt. So spart man sich nervige Rücksendungen.
      • Maximalgewicht beachten
        Ein Aspekt der normalerweise unproblematisch ist, aber trotzdem vor dem Kauf zumindest kurz abgehakt werden sollte, ist, ob der Rollentrainer das eigene Körpergewicht plus das Gewicht des Fahrrades bewältigen kann.
      • Verschiedene Gänge sind Pflicht!
        Wie langweilig wäre es, wenn man mit dem Rennrad immer nur schnurgerade Strecken über flaches Land fahren würde! Die Abwechslung bei der Fahrt ist einer der wichtigsten Spaßfaktoren des gesamten Rennradsportes. Analog dazu sollte es jedem sofort einleuchten, dass verschiedene Widerstandsstufen eine der wichtigsten Funktionen eines guten Rennrad Rollentrainers sind.

Haben Dir unsere Tipps zum Rennrad fahren im Winter gefallen? Hast Du Anregungen? Dann lass uns doch einen Kommentar da!

Schreibe einen Kommentar